Krampfadern sind eine Volkskrankheit. Da eine Krampfader eine „ausgeleierte, kaputte“ Vene ist, wird schon seit vielen Jahren die operative Entfernung der Krampfadern durchgeführt. Ernsthafte Komplikationen können so vermieden werden.

Nähere Einzelheiten besprechen wir gern mit Ihnen persönlich - bitte vereinbaren Sie einen Termin mit uns.

 

 

 1. Wieso müssen Krampfadern operiert werden?

 Krampfadern können mit den Jahren zu ernsthaften Komplikationen führen. Anfangs verursachen sie zwar lediglich Knöchel- oder Fußschwellungen,  leichte Missempfindungen, vereinzelt auch leichte Schmerzen oder Wadenkrämpfe. Später entwickeln sich aber juckende oder schuppende, teils rötlich-braun gefärbte Hautveränderungen im Knöchelbereich. Bei ausgedehnten Krampfadern entsteht nach vielen Jahren oft ein Geschwür (sog. Ulkus). In Krampfadern kann das Blut zudem gerinnen (sog. oberflächliche Venenthrombose). Krampfadern bessern sich nie von alleine (Ausnahme: nach einer Schwangerschaft). Bestehende Krampfadern führen dazu, dass sich weitere Krampfadern leichter ausbilden. Aus diesen Gründen müssen Krampfadern behandelt werden. Wenn Kompressionsstrümpfe nicht ausreichen oder nicht getragen werden, sollten Krampfadern verödet oder operiert werden. 

 

2. Sind Medikamente nicht wirksam? 

Medikamente wie z.B. Roßkastanienextrakte können zwar die durch Krampfadern bedingte Schwellneigung im Knöchelbereich etwas reduzieren: Sie verhindern aber nicht die übrigen oben genannten Krankheitsfolgen. Sie sind daher als nicht ausreichend wirksam anzusehen und können höchstens unterstützend eingesetzt werden.

 

3. Wie operiert man Krampfadern? Gibt es alternative Behandlungsmethoden? 

Die klassische Methode ist das „Ziehen“ (engl.: stripping) der Krampfadern. Hierbei wird die Krampfader vollständig entfernt. Dieser Eingriff ist tatsächlich vergleichbar mit dem Ziehen eines Zahnes durch den Zahnarzt. Die schädliche Krampfader kann dann keine Komplikationen mehr verursachen. Für das „Ziehen“ größerer Krampfadern verwendet der Operateur spezielle Instrumente, den sog. Stripper. Dank moderner Technik sind nur kleinste Schnitte notwendig. Es hinterbleiben kaum sichtbare kleinste Närbchen.

Neu ist das moderne Verfahren der endoluminalen LASER- oder Radiofrequenztherapie (Venefit TM/VNUS-Closure TM). Auch diese innovative Behandlung können wir Ihnen anbieten. Hierbei wird die Krampfader nicht operativ entfernt, sondern mittels definierter Wärmeimpulse behandelt.

 

4. Können die Eingriffe ambulant durchgeführt werden? 


Ja, die Behandlung findet heute überwiegend in ambulanten Operationszentren statt. Eine stationäre Aufnahme ist nur noch selten erforderlich. Sie erhalten von uns trotzdem eine AU-Bescheinigung. Die Dauer der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung variiert je nach Eingriff zwischen wenigen Tagen bis zu 4 Wochen.


5. Was muss ich nach der Operation beachten?


Nach der Operation ist man nicht bettlägerig. Empfehlenswert ist langsames Spazierengehen in Intervallen. In Ruhephasen sollten die Beine hoch gelagert werden. Nach der Operation müssen Kompressionsverbände oder –strümpfe in Abhängigkeit von der jeweiligen Operation für wenige Tage bis zu 6 Wochen getragen werden. Schwere Gewichte dürfen nach großen  Krampfaderoperationen mit Leistenschnitt für bis zu 4 Wochen nicht getragen werden.Ambulante Kontrolluntersuchungen in unserer Praxis oder bei Ihrem Hausarzt sind in der ersten Woche notwendig.  


6. Bilden sich nach der Operation neue Krampfadern?


Die Frage muss man differenziert betrachten: dass an gleicher Stelle die gleiche Ader als Krampfader auftritt, bezeichnet man als Rezidiv. Diese Rate ist bei kleinen Adern verschwindend gering, beläuft sich  bei großen Krampfadern auf ca. 5-10%. Dass an anderer Stelle (z.B. auch am anderen Bein) neue Krampfadern auftreten, ist nie auszuschließen und hängt von erblichen Faktoren sowie zahlreichen weiteren Faktoren ab (ungünstig sind z.B.  Stehberufe, vergl. Frage 2 des Kapitels „Krampfadern“).


7. Entstehen für mich Kosten? 


Die Kosten der Venendiagnostik sind Bestandteil aller Krankenkassen. Das klassische Stripping der Krampfadern wird von allen Kassen übernommen. Das neuartige Verfahren der endoluminalen Radiofrequenztherapie (Venefit TM/VNUS-Closure TM) oder des endoluminalen LASER übernehmen alle privaten Krankenkassen sowie die Betriebskrankenkassen der Gesetzlichen Krankenverischerung.