Leiden Sie unter einem Handekzem, geben wir Ihnen hier Tipps für die Abheilung.
  1. Ihre Haut ist nicht anderes als Leder. Genau wie Sie Ihr Schuhleder regelmäßig pflegen müssen, müssen Sie auch Ihre Haut regelmäßig und vor allem korrekt pflegen. Und Sie dürfen Ihrer Haut nicht zu viel zu muten. Sie ist zwar relativ widerstandsfähig. Aber wenn man ihr zu viel Fett entzieht, wird sie spröde und rissig - die Entstehung eines Ekzems ist dann vorprogrammiert.
  2.  An kalten Tagen, im Winter oder wenn die Haut rissig und trocken ist benötigt die Haut zur Pflege fettreiche Salben oder Cremes (z.B. Glycerin-haltige Salben, sog. Repairsalben).
    An heißen Tagen, im Sommer oder wenn die Haut schwitzt oder akut Bläschen entwickelt hat benötigt sie eher fettärmere Cremes (z.B Lotionen, Milch).
    Da die klimatischen Bedingungen in Deutschland rasch wechseln, sollten Sie daher immer zwei verschiedene Pflegemittel bereithalten.
  3. Zum Händewaschen empfehlen wir lauwarmes Wasser und falls erforderlich (z.B. bei grober Verschmutzung oder öliger Verschmutzung) ein Waschöl oder eine Waschcreme.  Auch bei stärkerer Verschmutzung sollten Sie möglichst keine Handwaschpasten oder Bürsten benutzen. Sie entziehen Ihrem "Leder" sehr viel Fett. Waschen sie die Hände nie zu häufig. 5-6 Handwäschen täglich sollten reichen.
  4. Nach dem Händewaschen sollten Sie die Haut, insbesondere auch die Fingerzwischenräume gründlich abtrocknen. 
  5. Während der Reinigungsarbeiten im Haushalt sollten Ringe nicht getragen werden. Die Innenseite Ihrer Ringe sollte regelmäßig gesäubert werden.
  6. Vermeiden Sie den Kontakt mit Spülmitteln, Waschmitteln und aggressiven Haushaltsreinigern. Beide entziehen der Haut zu viel Fett!
  7. Zum Geschirrspülen tragen Sie bitte regelmäßig Gummihandschuhe und darunter Baumwollhandschuhe (sog. Tg-Handschuhe; in der Apotheke erhältlich); noch hautfreundlicher ist der Gebrauch einer Geschirrspülmaschine.
  8. Vermeiden Sie unbedingt den direkten Hautkontakt mit organischen Lösungsmitteln wie Alkohol, Benzin, Terpentin, Verdünnerlösung, Fleckentfernern etc. . Sie entziehen der Haut ebenfalls viel zu viel Fett.
  9. Vermeiden Sie auch Hautkontakt zu Polituren (z.B. Metall-, Boden-, Auto-, Möbelpolitur, Bohnerwachs, Schuhcreme).
  10. Schälen oder pressen Sie Zitrusfrüchte, Tomaten und frische Kartoffeln nicht mit bloßen Händen, da diese Produkte in rohem Zustand hautreizend wirken.
  11. Tragen Sie bei der Haarwäsche ggf. Vinyl- oder Nitrilhandschuhe (gibt es in Drogeriemärkten). Dies gilt ebenfalls für die Anwendung von Färbe- oder Bleichmitteln.
  12. Generell empfehlen wir bei Arbeiten mit den Händen das Tragen von Schutzhandschuhen aus Vinyl oder Nitril (nicht aus Gummi!). Auch diese Handschuhe sollten allerdings nicht länger als 20 Minuten getragen werden, da man sonst darin zu stark schwitzt, was die Haut auch wieder reizen kann. Ansonsten empfiehlt sich das Unterziehen von Baumwollhandschuhen (sog. Tg-Handschuhe; in der Apotheke erhältlich).
  13. Schützen Sie die Hände immer vor starker Kälte. Auch Kälte führt zu rissiger spröder Haut. 
  14. Ihre Haut hat während der Krankheitsphase, aber auch in der Heilungsphase eine nur geringe Widerstandskraft. Es dauert im allgemeinen 6 Monate, bis sich die Haut nachhaltig regeneriert hat!

Modifiziert nach Prof. Dr. med. P. J. Frosch J. D. Wilkinson & R. J. Rycroft Dr. med. B. Pilz