Alle Jahre wieder…ist Pollenblühzeit.  Pollen sind typische Auslöser für den Heuschnupfen, in der Fachsprache auch Rhinokonjunktivitis allergica saisonalis genannt. Wenn im Frühling die ersten Bäume blühen, leiden Allergiker dann unter Augentränen, Augenjucken, Niesreiz und einer verstopften oder triefenden Nase.

Allgemeine Pollenblühzeiten

Baumpollen: Januar - Mai
Gräserpollen: Juni - August
Kräuterpollen: Juli - September

    Der Heuschnupfen ist nicht nur eine lästige, sondern auch eine ernst zu nehmende Erkrankung; insbesondere deshalb, weil er Wegbereiter für asthmatische Beschwerden sein kann. Man spricht dann von einem „Etagenwechsel“ der Beschwerden (Augen/Nase -> Bronchien/Lunge) und entwickelt Luftnotattacken. Dieser Etagenwechsel muss verhindert werden.

    Die sog. symptomatische Therapie lindert die Symptome; sie umfasst verschiedene Augentropfen, Nasensprays und Anti-Allergietabletten (sog. Antihistaminika).

    Als kausale Therapie steht die sog. Hyposensibilisierung (früher: Desensibilisierung) zur Verfügung. Hierbei wird der Körper mit der allergieauslösenden Substanz (dem sog. Allergen) immer und immer wieder in langsam steigender Dosierung in Kontakt gebracht. Nach längerer Zeit (meist nach 3 Jahren) reagiert man dann im Idealfall nicht mehr allergisch auf die Substanz; man spricht von „Toleranzentwicklung“.

    Die klassische Hyposensibilisierung verwendet  Injektionen, um das Allergen in den Patienten einzuschleusen; neuerdings gibt es für einige Allergene aber auch Tropfen oder Tabletten, die der Patient zu Hause selbst einnehmen darf. Die Erfolgsquote liegt je nach Allergie und Therapieschema bei 50-90 %.

    Welche Form der Behandlung für Sie sinnvoll ist, lässt sich am besten in einem persönlichen Gespräch klären. Vereinbaren Sie einfach einen Termin.